Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Köln - Löschgruppe Esch


Im April 1972 entstand in der damaligen Gemeinde Sinnersdorf, deren Verwaltung sich in Esch befand, die Idee, eine Jugendfeuerwehr zu gründen. Dafür sprechende Gründe waren schnell gefunden. Zum einen drohte der Freiwilligen Feuerwehr ein absehbarer Personalmangel, zum anderen besaß die Gemeinde ein unzureichendes Angebot an Freizeiteinrichtungen.
Anfang Mai 1972 war es dann endlich soweit. Jugendliche aus den nahe liegenden Orten Auweiler, Esch und Pesch wurden nun stolze Besitzer der ersten ausgegebenen Mitgliedsausweise. Wie jedoch bekannt, ist aller Anfang schwer. Dies betraf vor allen Dingen die damalige Ausrüstung der neugegründeten Jugendfeuerwehr. Da es an Geld für neue Uniformen mangelte, bot es sich an, diese von Mitgliedern der aktiven Wehr zu übernehmen. Ebenfalls fehlte es an Fahrzeugen. So musste ebenfalls auf den Fahrzeugpark der aktiven Wehr zurückgegriffen werden. Dieses jedoch sollte auch nicht immer so problemlos verlaufen.
Dank der unermüdlichen Initiative des damaligen Jugendwartes und stellvertretenden Löschgruppenführers OBM Max Kasper wurden die anfänglichen Schwierigkeiten schnell bewältigt. Schließlich wurde ein Konzept zur Ausbildung und Freizeitgestaltung der Jugendfeuerwehr erstellt. Nun hieß es Mittwochs für die werdenden Feuerwehrmänner, fleißig für die Ausbildung zu üben. Der Freitag diente der gemeinschaftlichen sportlichen Betätigung wie z.B. Schwimmen, Volleyball, Joggen oder Schnitzeljagd.

Im Jahr 1975 meldete die ortsansässige Presse " Die Millionenstadt Köln hat eine Jugendfeuerwehr ". Der Grund lag auf der Hand. Durch die Eingliederung der neuen Ortsteilung Esch, Porz und Wesseling, wechselten die Orts- und Jugendfeuerwehren in die Gemeinschaft der Freiwilligen Feuerwehr Köln. So entstand die Jugendfeuerwehr Köln, bestehend aus Jugendgruppen aus Esch, Porz, Wesseling und die neu gegründete Gruppe aus Worringen. Die damalige Mitgliederzahl betrug insgesamt 70 Jugendliche, wovon 24 aus Esch stammten..

Obwohl die Stadt Köln anfänglich ebenfalls mit finanziellen Problemen zu kämpfen hatte, sollte es von nun an mit der Jugendfeuerwehr Esch nur noch aufwärts gehen. Sie wurde nun einheitlich und komplett ausgerüstet, mit all dem, was ein Jugendfeuerwehrmann braucht. Sie erhielten sogar ihr eigenes Fahrzeug, welches jedoch 1985 seinen Geist aufgab. 1987 war der Personalstand der Jugendfeuerwehr wieder auf 7 Jugendliche geschrumpft und die 7 standen kurz vor der Übernahme in die aktive Wehr. Das bedeutete, es muss neuer Nachwuchs her und das zum 15 Jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Esch.

Am 10 Mai. 1987 wurde ein Tag der offenen Tür veranstaltet, um neue Mitglieder zu werben. Nach dieser Veranstaltung fanden sich auf Anhieb 10 neue Mitglieder für die Jugendfeuerwehr. 1998 hatte die Jugendfeuerwehr einen Personalstand von 12 Mitgliedern.

Ca. 80 % der heutigen Aktiven der Löschgruppe Esch stammen aus der Jugendfeuerwehr.

Die Jugendfeuerwehr hat heute eine Mitgliederzahl von 3 Mädchen und 13 Jungen. Sie werden betreut durch Uwe Funk, Dominik Schäfer und Heinrich Steinhauer. Eintreten können Jugendliche ab einem Alter von 10 Jahren.

Die Jugendfeuerwehr trifft sich jeden Freitag ab 18:00 Uhr im Gerätehaus in der Weilerstr. 4. An den Dienstabenden werden Spiel, Spaß und Sport sowie Feuerwehrübungen und -unterricht durchgeführt.
Die Jugendfeuerwehr darf nicht an Einsätzen der Freiwilligen Feuerwehr teilnehmen. Sie unterstützen die Aktiven u.a. bei den Martinszügen, seit Jahren bereichern sie durch Ihre Anwesenheit das Auweiler Kinderfest zum Maifest. Genau wie die Aktiven nehmen auch die Jugendlichen an Wettkämpfen teil. Teilnahme am Stadtpokal mit Erringung des silbernen Abzeichens der Jugendfeuerwehr sowie die Teilnahme zur Erlangung der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr gehören ebenso wie das Zeltlager zum jährlichen Programm.