Entwicklung und Geschichte des Fördervereins "De Löschemmer"


Die Idee

Bereits in den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sprach man nach schwer abgeleisteten Dienststunden bzw. nach spektakulären Einsätzen, ob es nicht machbar wäre, Kameradschaft und Kasse sinnvoll zu mehren. Viele Einfälle der Kameraden wurden zunächst erfunden und genau so rasch wieder verworfen ("Do häs wohl en Eck av!"). Wir dachten an einen "Senat" oder an ein "Korps a`la suite". Diese Sachen erschienen uns dann doch zu aufwendig und zu umfangreich. In der Feuerlöschtaktik hat nur das Einfache Bestand und führt zum Erfolg. Das erklärte Ziel bestand darin, Menschen für die Feuerwehr zu begeistern, welche jedoch nicht am Übungs- und Einsatzdienst teilnehmen müssen, sondern der Sache mit einer Finanzspende helfen sollten. Schließlich wurden bereits damals die Mittel der Kommune spärlicher. Der Begriff der "Feuerwehrfamillich" wurde geboren. Diese, nun Förderverein genannte Gruppierung, sollte fest in die Löschgruppe Esch integriert werden. Auch einen gewissen Minimal-Patriotismus, nämlich um unsere Ortschaften Esch, Auweiler sowie Pesch, wollen wir nicht verleugnen. Es ist nun mal unser Veedel.

Der Aufbruch

Am 04. Februar 1993 war es endlich soweit. Die erste konstituierende Versammlung zur Gründung des Fördervereins trat mit Klaus Schiefer, Paul Schmitz, Dirk Plath, Peter Kasper, Dietmar Wagner sowie Ralf Knoblich zusammen. In vielen Stunden, wobei quasi Kölsch, Cola, Zitsch, Nikotin, Kaffee das Fruchtwasser der Satzung bildeten, wurde unsere Vereinsverfassung erarbeitet. Aber schließlich und endlich wurde unser Kind aus der Taufe gehoben. Dieser selbstlose Verein hat nun die Aufgabe, Freunde und Gönner der Löschgruppe aufzunehmen. Gemeinsam soll die ideelle sowie materielle Unterstützung zur Steigerung der Ausbildung und Fortbildung der Löschgruppe erreicht werden. Schwerpunkt hierbei ist der kameradschaftliche Geist im Umgang zwischen den Mitgliedern der Löschgruppe und den Förderern. Auch wurde der Unterzeichner als Obmann benannt. Dieses Amt hat er nach Mitgliederwahlen bis zum heutigen Tage inne.

Beginn

Am 01. Juli 1993 wurde der Förderverein gegründet. Das Gründungsmitglied Heinz Schiefer (Schiefers, Hein) ist bis heute ein eifriger und verlässlicher Freund der Feuerwehr Köln, Löschgruppe Esch.

Die Mitglieder

Bis zum heutigen Tage umfasst der Förderverein 24 Freundinnen und Freunde. Als Novum ist der Zustand zu bezeichnen, dass zwei andere Vereine Mitglieder des Fördervereins sind. Hierbei handelt es sich um die Dorfgemeinschaft Esch und die Maigesellschaft Auweiler. Diese "Allianz" besteht nun schon seit mehreren Jahren.

Namensgebung

Obwohl für die Freundinnen und Freunde des Fördervereins weder einen Dienstplan noch eine Pflicht zur Teilnahme am Vereinsleben besteht, trifft man sich einmal im Monat, zu einem gemütlichen Kölsch in der "Bubu-Bar" (eine Hommage an den verstorbenen stellvertretenden Löschgruppenführer Max Kasper, dessen cholerische Ausbrüche ihm den Spitznamen Bubu einbrachten). Schiefers, Hein befand: "Mir mösse unger de Lück. Loss mer ene Stammdesch jründe". Tatsächlich. Wie sollte, nach Schiefers, Hein´s Ansicht, sonst "e Frembche" (ein Fremder) in den Verein finden. Also trafen wir uns ab April 1995 in verschiedenen Schankgaststätten unseres Veedels. Derzeit trifft man sich wieder in der Bubu Bar. Allerdings erschien uns der Begriff "Förderverein" als viel zu fad. Er umriss unsere Herkunft sowie unser Ziel nicht eindeutig genug. Nun hatte Ralf Knoblich die Idee, dem Förderverein doch den Namen "De Löschemmer" zu geben. Nicht nur das wurde jubelnd angenommen. Mit dem Eintritt des Jürgen Morgenstern (Jimi) 1995, fand der Verein auch noch einen stellvertretenden Obmann (bes hück). Diese "Dienststellungen" wurden eingekölscht, wobei man heute vom "Baas un singem Vize" spricht. Überhaupt wird sich bei den Treffen, jeden dritten Freitag im Monat -19:30 Uhr-, der kölschen Sprache zugewandt.

Wat dun mir

Der jährliche Mitgliedsbeitrag in Höhe von 60,- Euro wird in eine gesonderte Kasse der Löschgruppe Esch eingezahlt. Bisher wurden davon persönliche Ausrüstungsgegenstände für die Mitglieder der Löschgruppe, ein Hochdruck-Reinigungsgerät sowie ein Funkgerät beschafft. Ferner nehmen wir am kameradschaftlichen Leben der Löschgruppe teil. Pfingstgrillen, Oktoberfest, Weihnachtsfeier, Jahrestour sind nur einige Veranstaltungen. Die "Löschemmer" sind auch zum Übungsdienst oder als Beobachter und "Schlachtenbummler", etwa bei der Stadtmeisterschaft, gern gesehene Freunde. Aber wir führen auch eigene Veranstaltungen durch. So fuhren wir mit der Samba-Bahn durch Köln, wurden unter dem Motto "Kölscher Klüngel, kölsches Bier" durch die Altstadt geführt und besichtigten das Dach des Doms, die Feuerwehrleitstelle sowie die Feuerlöschboote der Berufsfeuerwehr Köln. Auch erkundeten wir, auf den Spuren des "Geheimnisvollen Holzlöffels", das mittelalterliche Köln. Unsere eigenen Touren wurden also immer heimatnäher und werden von allen Mitgliedern der "Feuerwehrfamillich" angenommen. In diesem Jahr werden wir eine Führung unter dem Rhein, von der rechten Uferseite zur linken, erfahren. Nach all diesen Touren ist man natürlich ziemlich fertig und muss mit isotonischen Getränken seinen Mineralhaushalt wieder auffüllen. Dieses geschieht dann in einer der zahlreichen Gastlichkeiten Kölns.

Interesse?

Wer gerne an unserem Vereinsleben teilnehmen möchte und sich zu den "Löschemmern" gesellen möchte, kann näheres beim Baas,

Albert Kleefisch,

E-Post: Foerderverein@feuerwehr-esch.de erfahren.