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Erneute Evakuierung der Riehler Heimstätten aufgrund Bombenfundes






Gestern Nachmittag wurde auf dem Gelände der Riehler Heimstätten eine amerikanische 10–Zentner Bombe mit zwei Zündvorrichtungen gefunden. Für die Entschärfung müssen unter anderem erneut die gesamten Sozial-Betriebe-Köln (SBK) geräumt werden.

In den Wohnhäusern der SBK wohnen 1.300 Personen. Ein großer Teil der Bewohnerinnen und Bewohner ist pflegebedürftig. Diese werden zum größten Teil in umliegende Krankenhäuser verbracht. Für alle weiteren Bewohnerinnen und Bewohner wird das Staatenhaus hergerichtet. Dort werden Sie während der Entschärfung betreut.

Für den Transport der Patientinnen und Patienten setzt die Feuerwehr Köln zusätzliche Fahrzeuge der Hilfsorganisationen ASB, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe sowie Malteser Hilfsdienst ein. Zusätzlich sind die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert. Diese werden zum Patiententransport mit Ihren Mannschaftstransportfahrzeugen und für die Fernmeldestruktur eingesetzt. Neben den Kölner Einsatzkräften sind Einsatzkräfte aus dem Umland angefordert. Aus der Stadt Aachen, der Städteregion Aachen, den Kreisen Düren, Rhein-Erft, Rhein-Sieg, Heinsberg und Euskirchen wurden sogenannte Patiententransportzüge entsandt. Diese bestehen aus acht Rettungs- beziehungsweise Krankenwagen. Alle Einsatzkräfte werden zurzeit auf den Feuerwachen Chorweiler und Ostheim gesammelt.

ERGÄNZUNG:

Zur Betreuung der evakuierten Personen im Staatenhaus sind sogenannte "Betreuungsbereitschaften" der Stadt Köln, des Kreises Euskirchen und des Rheinisch-Bergischen Kreises eingesetzt. Diese Einheiten können eine Betreuung von bis zu 1.000 Personen durchführen.

Des Weiteren müssen in Riehl im Umkreis von circa 400 Metern rund um die Bombe die Bewohnerinnen und Bewohner ihre Wohnungen verlassen oder Arbeitsplätze räumen. Die Evakuierung hat um 9 Uhr begonnen. Hier wird das Ordnungsamt durch Einsatzkräfte der Feuerwehr Köln und Hilfsorganisationen unterstützt

ERGÄNZUNG:

Die Evakuierung der SBK und des festgelegten Radius im Umfeld ist abgeschlossen. Durch die eingesetzten Einsatzkräfte wurden 1.200 Patientinnen und Patienten aus den SBK transportiert. Davon werden zur Zeit 500 Personen im Staatenhaus betreut. Aus dem Bereich des Umfeldes der SBK wurden 23 pflegebedürftige Personen in die Schule Esenbeckstraße gebracht, die als Notunterkunft zur Verfügung steht.

Durch das Ordnungsamt wird der Evakuierungsradius kontrolliert. Alle Einsatzkräfte sammeln sich zurzeit in den vorgesehenen Sammelräumen. Dort erfolgt zum Teil ein Austausch der Einsatzkräfte durch neue Einsatzkräfte. Nach der erfolgten Bombenentschärfung wird die Rückführung der evakuierten Personen sowohl aus dem Staatenhaus als auch aus der Notunterkunft durchgeführt.

ERGÄNZUNG:

Alle Bewohnerinnen und Bewohner sind in den Riehler Heimstätten zurück. Hilfsorganisationen und Feuerwehr haben ihren Einsatz im Zusammenhang mit der Fliegerbombenentschärfung beendet. Alle Bewohnerinnen und Bewohner wurden zu den Riehler Heimstätten der Sozial-Betriebe-Köln zurück gebracht. Auch die Pflegebedürftigen aus der Umgebung konnten inzwischen in ihre Wohnungen zurück gebracht werden.

Insgesamt mussten rund 600 Personen von Feuerwehr und Rettungsdienst transportiert werden. Nachdem die Riehler Heimstätten innerhalb von zwei Wochen zum zweiten Mal geräumt werden mussten, ziehen die Einsatzkräfte zufrieden Fazit.

Transport und Betreuung der Patientinnen und Patienten verliefen reibungslos. Die Maßnahmen der verschiedenen beteiligten Ämter und Organisationen haben gut ineinandergegriffen. Natürlich halfen die Erfahrungen der Evakuierung vergangene Woche mit, diese Woche noch besser zu arbeiten. Besonderer Dank gilt hier wieder einmal der Vielzahl der ehrenamtlichen Helfer aus dem ganzen Regierungsbezirk Köln. So hatte ein großer Teil der eingesetzten Einsatzkräfte nach dem Rücktransport der Patientinnen und Patienten noch ihren Heimweg anzutreten in die Städte Aachen, Bonn, Leverkusen, die Kreise Aachen, Düren, Euskirchen und Heinsberg, den Oberbergischen Kreis, den Rhein-Erft Kreis, den Rheinisch-Bergischen Kreis und den Rhein-Sieg Kreis.

Der Einsatz stellte eine organisatorische Herausforderung für alle rund 710 im Laufe des Tages eingesetzten Kräfte der Hilfsorganisationen ASB, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter-Unfall-Hilfe, Malteser Hilfsdienst sowie von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr Köln dar. Während die gehfähigen Bewohnerinnen und Bewohner mit Bussen recht einfach befördert werden konnten, mussten rund 270 teils Pflegebedürftige mit zum Teil großem Aufwand transportiert werden. Im Zuge der Transporte mussten die Rettungsteams die medizinische Versorgung stets ausreichend sicherstellen.

Die Feuerwehr bedankt sich für die gute Zusammenarbeit unter der Führung des Ordnungsamtes mit anderen städtischen Ämtern, Polizei, Firmen, Sozial-Betrieben-Köln, dem Kampfmittelräumdienst, der KVB und der RheinEnergie.

(Quelle: www.stadt-koeln.de vom 23.07.2014)