Zeitungsberichte und aktuelle Meldungen rund um die Freiwillige Feuerwehr Köln


Unwetter sorgte für zahlreiche Einsätze






Am Samstagnachmittag, 03. Juli 2010 zog zeitgleich mit dem Fußballspiel Deutschland gegen Argentinien ein Unwetter von Westen über das Stadtgebiet Kölns. Zahlreiche Einsätze waren die Folge:

Gegen 15.13 Uhr wurde die Leitstelle von Augenzeugen über einen Blitzeinschlag im Südosten des Kölner Doms informiert. Wegen nicht auszuschließender Brandgefahren wurde ein Großeinsatz eröffnet und unter anderem vier Löschzüge der Berufsfeuerwehr, zahlreiche Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr und der Einsatzführungsdienst mit mehreren Einsatzleitwagen alarmiert - insgesamt 33 Fahrzeuge und etwa 90 Einsatzkräfte. Vor Ort wurde das hohe Dach des Doms durch Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr und die Dombaumeisterin, Frau Dr. Schock-Werner, begangen. Hinweise auf einen Brand konnten nicht festgestellt werden. Allerdings kam es im Zusammenhang mit dem Unwetter zu einem Wassereinbruch im Bereich von Arbeiten an Glasfenstern im südöstlichen Gebäude. Das eingedrungene Regenwasser im Bereich des Dreikönigenschreins wurde durch Feuerwehrkräfte mit Wassersaugern der Feuerwehr und des Doms aufgenommen. Die weitere Sicherung der Glasfenster und die Trockenlegung anderer betroffener Bereiche im Dom wurde durch die Mitarbeiter der Dombauhütte durchgeführt. Während des Einsatzes musste die Umgebung des Doms gesperrt werden.

Ebenfalls um 15.13 Uhr fiel am Neumarkt ein Ast auf einen Fahrdraht der KVB. Weitere Äste drohten herabzufallen und Fahrdrähte zu beschädigen. Mit Unterstützung durch einen der Feuerwehrkräne der Berufsfeuerwehr wurden die Äste entfernt. In Folge des Ereignisses kam es zu erheblichen Störungen im Stadtbahnverkehr der KVB.

Um 16.16 Uhr kam es in der Straße Alte Sandkaul in Köln-Widdersdorf in Folge eines Blitzeinschlags zu einem Brand im Dachgeschoss eines Gebäudes. Der Brand im Dachbereich wurde durch zwei Angriffstrupps der Feuerwachen Ehrenfeld und Weiden sowie der Löschgruppe Widdersdorf der Freiwilligen Feuerwehr gelöscht. Zur Kontrolle musste zudem die Dachhaut zum Teil geöffnet werden.

Der außen gelegene Public Viewing-Bereich an der LanxessArena wurde durch den Veranstalter in der Halbzeitpause wegen des Unwetters geräumt. Die Zuschauer fanden zunächst in dem durch die Polizei gesperrten Straßentunnel unter dem Stadthaus Schutz und begaben sich dann zumeist in die LanxessArena, um das Fußballspiel dort weiter zu verfolgen.

Durch das Unwetter kam es insgesamt zu etwa 220 Einsätzen der Feuerwehr. Meist handelte es sich um Wasser- und Sturmschäden wie Wassereinbrüche in Keller beziehungsweise herab gefallene Äste oder Äste, die herab zu fallen drohten. Über mehrere Stunden waren 248 Einsatzkräfte mit 42 Fahrzeugen fast aller 26 Kölner Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Durch die zahlreichen und bis in den Abend reichenden Einsätze mussten diese so auch auf das Fußballspiel Deutschland gegen Argentinien verzichten.

Um 18.18 Uhr kam es an der Stadtbahn-Haltestelle Severinstraße zu einem schweren Unfall. Ein junger Mann wurde dort schwer verletzt. Durch die Besatzung eines Notarzteinsatzfahrzeugs und mehrerer Rettungswagen wurde dieser behandelt. Die zahlreichen psychisch stark betroffenen Augenzeugen wurden durch das Team zur psychosozialen Unterstützung von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr sowie der Johanniter und einen Notfallseelsorger zunächst im Mannschaftsbus der Feuerwehr und später in der Kirche Sankt Johann-Baptist betreut.

Auf der Zülpicher Straße feiern derzeit noch Tausende begeisterter Menschen den Sieg der deutschen Fußballmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Südafrika. Für Notfälle stehen dort Einsatzkräfte des Sanitätsdienstes der Johanniter-Unfall-Hilfe mit vier Fahrzeugen (ein Einsatzleitwagen, zwei Gerätewagen-Sanitätsdienst, ein Krankenwagen) und 19 Kräften bereit. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks unterstützen die Johanniter.

(Quelle: www.stadt-koeln.de vom 03.07.2010)