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Köln - Großbrand! Brauerei-Deppen jagen



OLIVER MEYER


Es war 10 Uhr, als eine riesige Feuersäule emporschoss und Rauchwolken über der Gilden-Brauerei an der Bergisch Gladbacher Straße aufstiegen und die Anwohner in Angst und Schrecken versetzte.

Auf dem 10 x 30 Meter großen Vorhof der Firma standen Euro-Holzpaletten mit insgesamt 15.000 leeren Bierfässern in Flammen.

Die Feuerwehr raste mit vier Löschzügen und 80 Mann heran, war innerhalb von drei Minuten vor Ort.

Branddirektor Stephan Neuhoff: „Meine Männer waren bei den Löscharbeiten in höchster Gefahr, weil immer wieder Fässer explodierten und von angrenzenden Gebäuden Glasscherben von zerberstenden Fenstern herabstürzten.“

Nach zwei Stunden war das Feuer im Griff und es ging an die Ursachenforschung. Und alles spricht für deppertes menschliches Versagen. Arbeiter der Brauerei bereiteten einen Großauftrag vor.

Massenhaft Fässer waren an eine Münchner Brauerei verkauft worden, sollten versandfertig gemacht werden. Dazu mussten zuvor die Kölner Pfandmarken entfernt werden. Das macht man normalerweise mit einem Föhn.

Doch weil es schnell gehen sollte, gingen die Männer mit Bunsenbrennern gegen die unter Druck stehenden Fässer vor. Die Hitze war für die kunststoffummantelten Bierbehälter einfach zu hoch.

Der Schaden ist noch nicht beziffert, dürfte aber in die Millionen gehen. 45 am Gelände geparkte Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Auch ein angrenzendes Wohnhaus und Straßenlaternen wurden in Mitleidenschaft gezogen.




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(Quelle: Express vom 03.03.2009)