Zeitungsberichte und aktuelle Meldungen rund um die Freiwillige Feuerwehr Köln


Feuer in einer U-Bahn
Nur leicht verletzte Personen





Am Dienstagabend, 12. November 2008, ist an der Haltestelle Äußere Kanalstraße/Venloer Straße eine U-Bahn der Linie 3 in Brand geraten.

Fahrgäste stellten eine Rauchentwicklung fest und riefen um 19.54 Uhr die Leistelle der Feuerwehr Köln an. Nach einem festgelegten Einsatzkonzept für Brände in U-Bahnen wurden sofort zwei Löschzüge, zwei Führungsfahrzeuge ein Rettungswagen und der Atemschutzgerätewagen der Berufsfeuerwehr Köln zur Einsatzstelle alarmiert.

Da die Einsatzstelle in direkter Nachbarschaft der Feuerwache Ehrenfeld liegt, trafen die ersten Einsatzkräfte bereits drei Minuten nach den ersten Anrufen an der Einsatzstelle ein. Die Fahrgäste hatten bereits bei Eintreffen der Feuerwehr die Bahn verlassen und sich ins Freie begeben.

In der U-Bahnstation breitete sich rasch starker Brandrauch aus und die Feuerwehr drang mit drei Trupps mit Atemschutzgeräten zur Brandbekämpfung und Kontrolle des Bahnsteiges in den U-Bahnhof vor. Gleichzeitig meldete die ebenfalls an der Einsatzstelle eingetroffene Aufsicht der Kölner Verkehrs-Betriebe, dass zwischen der Haltestelle Akazienweg und Äußere Kanalstraße ein weiterer Zug mit Fahrgästen im Tunnel stand. Um die Fahrgäste nicht zu gefährden entschieden Feuerwehr und Aufsicht, diesen zweiten Zug wieder zurück zur Haltestelle Akazienweg fahren zu lassen, um dort die Fahrgäste sicher aussteigen zu lassen.

Auf Grund der starken Rauchentwicklung und zur Kontrolle der benachbarten U-Bahn-Haltestellen wurden entsprechend dem Einsatzkonzept weitere vier Löschzüge der Berufsfeuerwehr, vier Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr, vier Rettungswagen, zwei Rettungsbusse, drei Notärzte, zwei Rüstzüge, der Fernmeldedienst der Freiwilligen Feuerwehr und Führungskräfte zur Unterstützung der Einsatzleitung nachalarmiert.

Bei der Einsatzleitung meldeten sich sechs Fahrgäste, die sich zum Zeitpunkt des Brandausbruches in der U-Bahn oder auf dem Bahnsteig aufgehalten hatten und Brandrauch eingeatmet hatten. Nach einer Untersuchung dieser sechs Fahrgäste und des Fahrers der U-Bahn durch den Leitenden Notarzt wurden drei Personen vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert. Nach kurzer Zeit war auch klar, dass sich die Fahrgäste des zweiten Zuges in Sicherheit befanden und keine weiteren Verletzten mehr zu erwarten waren.

Die Brandbekämpfung erwies sich als zeitaufwändig, da es den vorgehenden Trupps wegen der starken Verrauchung nur mit großer Anstrengung gelang, in den Zug einzudringen und den Brandherd ausfindig zu machen. In der U-Bahn brannten Elektroschaltelemente unter einer Zweiersitzbank im zweiten Zug der Bahn. Der Brand konnte nach der Lokalisierung mittels eines Schaumrohres gelöscht werden.

Die Venloer Straße und die Äußere Kanalstraße mußten weiträumig gesperrt werden, um die U-Bahn Haltestellen Akazienweg, Äußere Kanalstraße und Leyendeckerstraße zu erreichen und die Aufstellung der Einsatzkräfte zu ermöglichen. Um 21:05 Uhr war der Brand schließlich gelöscht und die Feuerwehr konnte mit den Entrauchungmaßnahmen mittels spezieller Belüftungsgeräte beginnen. Um die Belüftung auch in den Tunnestrecken zu unterstützen, wurden von den Kölner Verkehrs-Betrieben leere U-Bahnzüge durch den Bahntunnel gefahren, so dass die Fahrbewegung den Rauch aus den U-Bahnhöfen ins Freie trieb. Anschließende Messungen der Feuerwehr wiesen keine kritischen Luftschadstoffe mehr aus und die U-Bahnstrecke konnte um 23:21 Uhr wieder an die Kölner Verkehrs-Betriebe übergeben werden.

Von der Feuerwehr Köln und dem Kölner Rettungsdienst waren insgesamt 185 Einsatzkräfte im Einsatz. Der schnelle und gezielte Einsatz aller am Einsatz beteiligter Kräfte macht deutlich, dass sich die Einsatzplanung und deren fortlaufende Überprüfung und Anpassung und die intensive Zusammenarbeit von Feuerwehr, Polizei und Kölner Verkehrs-Betriebe bewährt haben.

(Quelle: Stadt-Koeln vom 13.11.2008)