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Pipelinesystem unter der Lupe






Düsseldorf/Köln - Nach dem Großfeuer im Kölner Chemiewerk Ineos will das Umweltministerium das Leitungssystem in Nordrhein-Westfalen intensiver untersuchen. "Derzeit führt jeder Betreiber einer Pipeline selbst Unterlagen über seine Anlage", sagte der nordrhein-westfälische Umweltminister Eckhard Uhlenberg (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf. Ein zentrales Katasteramt, in dem alle Fäden zusammenlaufen, gebe es nicht. Der Brand auf dem Gelände des Chemiewerks war am Montag durch eine undichte Ethylen-Leitung ausgelöst worden. Das Umweltministerium wolle deshalb alle Betreiber von sogenannten Rohrfernleitungen dazu bringen, ihre Pläne weiterzugeben, sagte Uhlenberg. So wolle sich die Landesregierung einen Überblick über das Rohrsystem verschaffen. Jährlich würden in Nordrhein-Westfalen etwa sieben Störfälle gemeldet, bundesweit seien es etwa 25.

Die Kölner Polizei konnte am Mittwoch noch nichts zur Ursache des Feuers sagen. "Die Ermittlungen wurden aufgenommen", sagte ein Sprecher. Eine Ineos-Sprecherin sagte, auf dem am Montag in Brand geratenen Tank mit giftigem Acrylnitril liege zur Abdeckung eine sechs Meter hohe Schaumschicht. Das Löschwasser werde zurzeit abgepumpt.

Messfahrzeuge der Feuerwehr überprüften am Mittwoch weiter die Luft, doch wurde keine Überschreitung von Giftgrenzwerten mehr festgestellt. Bei dem Brand war eine giftige Rauchwolke entstanden, die nach Angaben der Feuerwehr in mehreren hundert Metern Höhe über das Kölner Stadtgebiet hinweggezogen war. Der Schaden lässt sich nach Angaben von Ineos noch nicht abschätzen. (dpa)

(Quelle: KSTA vom 19.03.2008)