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Großbrand zerstört Möbellager in Marsdorf



TOBIAS MORCHNER


Hausmeisterfamilie konnte sich selbst vor den meterhohen Flammen retten. Sie wollten eigentlich so schnell wie möglich mit der Spurensuche beginnen. Doch die Brandermittler der Kriminalpolizei mussten am Dienstag unverrichteter Dinge wieder aus Marsdorf abziehen. Auch mehr als zwölf Stunden nach dem Ausbruch des verheerenden Feuers in einer Lagerhalle in der Toyota-Allee waren die Überreste des Gebäudes noch so heiß, dass ein Betreten des Komplexes nicht möglich war. „Wahrscheinlich wird das auch am Mittwoch nicht möglich sein“, so Polizeisprecher Bernd Kalkum.

Ein Großfeuer hatte in der Nacht zu Dienstag das 600 Quadratmeter große Möbellager der Firma „Luna“ und Büroräume einer Unternehmensberatung und einer Medizintechnik-Firma vollkommen zerstört. Der Schaden geht in die Millionen. Gegen 0.50 Uhr hatte eine Reinigungskraft den Brand entdeckt und der Feuerwehr gemeldet. 20 Meter hohe Flammen schlugen den Rettungskräften aus Lindenthal und Lövenich entgegen, die als Erste vor Ort eintrafen. Auch von der nahe gelegenen Autobahn war der Brand deutlich zu sehen. „Mein Mann ist wach geworden, weil er etwas Dumpfes gehört hat. Vom Fenster aus konnten wir die Flammen schon am Tor der Halle sehen. Im nächsten Moment gab es einen lauten Knall, und die Glasscheiben des Daches waren explodiert“, sagt Inge Linke. Sie bewohnte mit ihrer Familie die Hausmeisterwohnung direkt an der Halle. Erst gegen 5.20 Uhr hatten die 170 Einsatzkräfte das Feuer von insgesamt vier Drehleitern aus unter Kontrolle gebracht. Die Nachlöscharbeiten dauerten jedoch bis etwa 14 Uhr am Dienstagnachmittag an.

(Quelle: KSTA- Online vom 12.06.2007)