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Tödlicher Unfall in Kiesgrube



VON TOBIAS MORCHNER


Feuerwehrtaucher bargen den Mann nach 35 Minuten. Im Krankenhaus erlag er seinen Verletzungen.

Bei einem tragischen Arbeitsunfall an einer Kiesgrube in Immendorf ist am Dienstagmittag ein 41-jähriger Mann ums Leben gekommen. Der Mann war gegen 11.45 Uhr mit einem 60 Tonnen schweren Kranfahrzeug rückwärts an einer der Gruben an der Berzdorfer Straße entlanggefahren. Aus bisher ungeklärter Ursache rutschte plötzlich ein Teil der Straße in die Kiesgrube ab. Das Fahrzeug des 41-Jährigen kippte seitlich ins Wasser. Nur ein Teil des Fahrgestells schaute noch aus der Kiesgrube heraus.

Die Tür aufgebrochen

„Der Fahrer konnte sich nicht selbst befreien. Er war in seinem Führerhaus eingeklemmt“, so Einsatzleiter Peter Hartl von der Berufsfeuerwehr. Die Rettungskräfte brachen die Tür von einem Schlauchboot aus mit hydraulischem Gerät auf und zogen den Lkw-Fahrer ans Ufer. Unterstützt wurden sie dabei von den Feuerwehrtauchern. Hartl: „Der Mann war circa 35 Minuten lang in etwa zehn Grad kaltem Wasser.“ Dem Notarzt gelang es vor Ort noch, den 41-Jährigen zu reanimieren. Im Krankenhaus erlag der Mann dann aber seinen schweren Verletzungen.

Der Lkw war mit 300 Litern Diesel-Kraftstoff betankt. Ein Teil davon hatte sich bereits auf dem Wasser der Kiesgrube ausgebreitet. Die Feuerwehr setzte Spezialgeräte ein, um den auslaufenden Treibstoff zu stoppen. Die Bergung des Krans wird wohl noch einige Tage in Anspruch nehmen. Um mit einem weiteren Kran an die Unfallstelle zu gelangen, muss zunächst ein Förderband abgebaut werden. Außerdem ist nicht klar, ob die Straße möglicherweise weiter in die Grube absacken wird. Die Mitarbeiter des Amtes für Arbeitsschutz haben die Ermittlungen aufgenommen. Sie sollen den genauen Unfallhergang rekonstruieren und herausfinden, ob der Fahrer den Unfall selbst verschuldet hat oder andere Gründe zu dem Unglück geführt haben.

(Quelle: KSTA- Online vom 21.02.2007)