Zeitungsberichte und aktuelle Meldungen rund um die Freiwillige Feuerwehr Köln


Unser 24 Stunden Dienst



Jennifer L. und Heinz Steinhauer (Stellvertretender Jugendwart der JF-Esch)


Am Samstag, den 04.11.2006 mussten wir bereits um 9.00 Uhr auf unserer Wache zum Wachwechsel antreten. Nachdem wir unseren Schlafplatz eingerichtet hatten, fuhren wir zum Katastrophenschutzzentrum an der Robert-Pertel-Straße, wo wir die Fahrzeuge des Fernmel-dedienstes besichtigten und das THW bei einer Prüfung beobachteten. Nachdem wir die Fahr-zeuge besichtigt hatten, fuhren wir zurück zur Wache, wo das große Warten auf einen Einsatz begann. Und eins vorne weg, der ließ wirklich lange auf sich warten. Wir vertrieben uns die Zeit mit der Einteilung des Putz- Koch- und Fahrzeugdienstes sowie mit der Einteilung der Trupps auf dem LF und MTF. Außerdem spielten wir Dart oder hörten einfach nur Musik.
Als wir gerade beim Mittagessen saßen, kam unser erster Einsatz. Gasexplosion in einer Tief-garage. Wir liefen in die Fahrzeughalle, zogen unsere Uniform an und besetzten die Fahrzeuge. Am Einsatzort angekommen, stellte sich die LF Besatzung hinter dem Fahrzeug auf und der Gruppenführer erkundete die Lage und gab den Einsatzbefehl. Alle Trupps rüsteten sich aus und legten los. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, denn der Wassertrupp stand vor einem stillgelegten Hydranten, bekamen wir den Einsatz schon ganz gut hin. Als alle Personen gerettet waren und das Feuer aus war, fingen wir an alles aufzuräumen. Wir sprachen kurz darüber, was wir gut oder falsch gemacht hatten und fuhren zur Wache zurück. Nach diesem Einsatz machten wir unsere Uniform wieder klar Schiff und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit, denn der nächste Einsatz kam schon bald. Eine brennende Gartenlaube. Genau wie beim ersten Mal besetzten wir die Fahrzeuge und fuhren los.
Auch dieses Mal hatten wir Schwierigkeiten, da ein Strommast unsere Funkgeräte störte und das Gartentor, durch welches wir mussten um in den Garten zu gelangen war abgeschlossen. Unsere MTF - Besatzung lief direkt zum Nachbarn und fragte nachdem Schlüssel, welcher nicht „passte“. Davon ließen wir uns nicht abhalten und holten unsere Leiter vom Dach und stiegen so über das Gartentor. Als die vermisste Person gerettet, in Sicherheit, versorgt und das Feuer aus war, packten wir ein und bekamen dieses Mal neben einem Kasten Wasser auch noch ein großes Lob da wir es geschafft hatten, ohne dass wir auf die Uhr geschaut hatten, in genau acht Minuten am Einsatzort zu sein. Wieder auf der Wache hatten wir ein bisschen Stress, da die MTF Besatzung auch mal das LF besetzen wollte. Gesagt getan. Natürlich bekamen auch die ein paar Einsätze, u. a. ein Contai-nerbrand, zwar was kleineres aber immerhin welche sie auch gut lösten.
Als wir vom letzten Einsatz zurückkamen, bekamen wir mit, dass Stromausfall war und so kam es, dass wir uns die Zeit damit vertrieben, dem Funk zuzuhören. Plötzlich hieß es wir machen uns fertig und machen eine Kontrollfahrt, da der gesamte Kölner Norden ohne Strom war und auch keine Notrufe einlaufen konnten. Wir fuhren durch Pesch, Lindweiler und Longerich und positionierten uns auf einem Parkplatz. Dann wurde das MTF zu einem Einsatz gerufen. Und anschließend dann auch wir. Den Einsatzbefehl bekamen wir im Fahrzeug mit der Ermahnung, den Fahrer des Fahrzeuges im Auto zu lassen, da keine Ge-fahr für ihn bestand. Doch als wir ankamen, war der Autofahrer bereits aus dem Auto draußen und wir stellten uns nur noch bereit, falls das Auto anfangen würde zu brennen, damit wir es direkt löschen konnten. Wir fuhren zur Wache zurück und einige von uns legten sich schlafen, jedoch ein paar der anderen wollten die Nacht durchmachen. Als auch diese im Bett waren, war alles ruhig und jeder schlief. Plötzlich hörten so gegen 3.10 Uhr eine Sirene und jeder wusste direkt, ein Einsatz für uns. Diesmal war es ein Bodenfeuer, welches wir trotz großer Müdigkeit gut absolvierten und vor allem auch löschten.
Auf der Wache zurück, gingen wir wieder ins Bett und schliefen bis kurz vor acht. Dann wur-den wir von unserem Jugendwart Heinz geweckt, da unsere 7 „Neuen“ die Flamme 1 bestreiten mussten. Alle Sieben bestanden natürlich. Wir frühstückten noch gemeinsam und fuhren anschließend nach Hause.

Ich fand, dass der 24 Stunden Dienst ein großer Erfolg war und bereits eine Woche später bei unserem Übungsdienst wurde gefragt, wann der nächste 24 Stunden Dienst kommt. Eins ist sicher, der nächste kommt bestimmt, nur wann, ist noch unklar.

Ein Bericht von Jennifer L.

Auf diesem Weg möchte ich mich für die Unterstützung beim „24 – Stunden – Dienst“ der Jugendfeuerwehr Esch bei den Kameraden des Fernmeldedienstes der Feuerwehr Köln und der Freiwilligen Feuerwehr Köln und ihren Freundinnen bedanken, die als vermisste oder verletzte Personen oder Betreuer zur Verfügung standen und auf die Auswahl der Übungsob-jekte maßgeblichen Einfluss hatten. Übrigens: Die Zeit von 8 Minuten wurde ohne Wahrneh-mung von Sonderrechten im Straßenverkehr erreicht.

Heinz Steinhauer

(Quelle: JF-Esch vom 02.01.2007)